HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

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jcoder
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HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von jcoder » Montag 24. März 2008, 23:06

Die folgende Anleitung basiert auf openSuSE 10.3, funktioniert aber fast genau so mit openSuSE 11.0. 11.0 geht, subjektiv empfunden, sogar um einiges schneller zu Werke, als die 10.3er Installation.

Für die tägliche Arbeit halte ich das mit dem EEE geliegerte Xandros im EasyMode für das beste System, das ich auf diesem Gerät einsetzen kann.

Ab und zu benötige ich aber Anwendungen und Dienste für Anwendungs-Präsentationen, mit denen ich den Xandros EasyMode wirklich nicht belasten möchte oder die in ihrer Konfiguration unter diesem System deutlich zeitaufreibender wären, als unter einer der 'großen' Distributionen.

Mein Ziel war es, openSuSE auf einem Wechseldatenträger (SDHC oder USB-Stick) zu installieren, um bei Bedarf ein vollwertiges openSuSE auf dem EEE PC starten zu können, gleichzeitig aber Xandros im EasyMode auf der integrierten SSD zu erhalten.

Es gibt viele Möglichkeiten, openSuSE auf dem EEE zu installieren. Ich habe mich für eine Installation von DVD (als Quelle) auf eine SDHC-Karte mit mind. 8GB Kapazität entschieden, da es die wenigsten Vorbereitungs-Arbeiten erfordert und gleichzeitig das vertrauteste Szenario für eine Betriebssystems-Neuinstallation darstellt. (Alternativ zur SDHC-Karte sollte die Anleitung auch mit einem USB-Stick funktionieren)

BEVOR IHR LOSLEGT: Die Installation eines zweiten Betriebssystems ist grundsätzlich mit Risiken eines Datenverlustes durch Fehlbedienung der Installationskomponenten oder auch durch Fehler in dieser Dokumentation verbunden. Ihr solltet also in jedem Fall vorher eine Sicherung eurer vorhandenen Daten vornehmen, bevor Ihr die Installation durchführt. Und Ihr solltet sicherstellen, dass das Betriebssystem eures eeePCs mit geeigneten Mitteln auf den Werkszustand zurückgesetzt werden kann.
Die Dokumentation wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Der Author übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der von ihm gemachten Angaben. Die Benutzung ist auf eingene Gefahr

Außerdem empfiehlt es sich, die Dokumentation einmal von Anfang bis Ende zu lesen, BEVOR Ihr loslegt, sie Schritt für Schritt abzuarbeiten. So erhaltet Ihr ein Gefühl dafür, was auf euch zukommt und habt einen gewissen Gesamtüberblick.


Diese Dokumentation beschreibt die Installation von openSuSE 10.3 für den EEE auf USB-Stick oder SDHC-Karte. Wer openSuSE auf dem internen SSD-Speicher des eeePC installieren möchte und dabei das vorinstallierte Xandros überschreiben möchte, ist bei der offiziellen Installationsanleitung des openSuSE-Projektes ( http://en.opensuse.org/OpenSUSE_on_the_EeePC ) besser aufgehoben.

Und nun los: :wink:
Die von mir beschriebene Installation von openSuSE 10.3 auf einem USB-Stick oder einer SDHC-Karte auf dem eeePC ist eigentlich ganz einfach und unterscheidet sich nur in wenigen Punkten von einer normalen Installation auf einem normalen PC auf einer Festplatte. Der größte Teil der Installation wird durchgezogen, wie bei einer normalen Installation von Installations-DVD auf eine Festplatte:

Besonderheiten/Unterschiede zu einer normalen Installation von DVD auf Festplatte:
- Treiber: : die openSuSE 10.3 DVD kommt ohne Treiber für die Netzwerkkarte, die Soundkarte und die WLAN-Karte sowie diverse weitere Module, die zum Betrieb auf dem eeePC benötigt werden. Bevor wir jetzt verzagen und sagen, 'der EEE ohne Netzwerk- was nützt der mir?!?' - diese Treiber wurden durch das openSuSE-Projekt bereitgestellt. Wir müssen Sie nur herunterladen, um sie nach der eigentlichen Installation einbinden zu können.
- GRUB: die openSuSE 10.3 Installation schreibt den Bootloader GRUB standardmäßig in den MBR der ersten Festplatte. Dort ist er nicht wirklich sinnvoll (und kann ggf. auch unsere Xandros-Installation stören). Wir werden während der Installation den Installationsort des Boot-Loaders ändern müssen. Ausserdem muss GRUB nach der Instalation noch einen kleinen 'Anschub' von uns kriegen, um das openSuSE Kernel auf der richtigen Festplatte (SDHC/USB-Stick) zu suchen.
- Partitionierung und Dateisysteme: Im Standard wird openSuSE uns eine Swap-Partition einrichten wollen. Diese braucht nicht nur unnötig Platz- sie ist auf einem Flash-Speicher auch nicht wirklich sinnvoll, da sie audgrund der begrenzten Anzahl von Schreibzyklen auf Flash-Speichermedien zu einem beschleunigten Verschleiß der SDHC-Karte führen kann. Aus dem gleichen Grund kann es auch sinnvoller sein, anstatt des von der SuSE vorgeschlagenen ext3-Systems für die Partitionen / und /home besser das /ext2-Dateisystem zu nutzen.

Was benötigen wir für die Installation:
- USB-DVD Laufwerk
- eine openSuSE 10.3 Installations-DVD für 32-bit PCs (herunterzuladen über http://software.opensuse.org/ )
- eine SDHC-Karte (nach Möglichkeit mit mind. 8 GB freiem Speicher. Ich selber hab's auf ner 16 SDHC-GB Karte von A-Data (voller KDE-Desktop) und auf einem 2 GB USB-Stick (minimales grafisches System mit fvwm auf ca. 1 GB) durchgezogen)
- einen PC mit Internet-Verbindung (dies kann natürlich auch der EEE-PC unter Xandros sein), über den wir uns zusätzlich benötigte RPM-Pakete aus dem Internet holen können
- einen weiteren USB-Stick mit ca. 40 MB freiem Speicher, über den wir die benötigten RPM-Pakete für Netzwerk, WLAN, ACPI, Sound, etc. nach erfolgter Installation installieren können.
- VIIIIIIIEEEEEEL ZEIT!

Annoying things- oder: Was geht noch nicht?
- Online Update: Im Rahmen der Online-Updates solltet Ihr Kernel-Updates vermeiden/deaktivieren. Die in diesem Dokument verlinkten RPM-Repositories liefern Kernel-Module für die auf openSuSE 10.3 DVD gelieferten Kernel-Versionen. Module für neuere Kernel-Versionen stehen zur Verfügung, könnten sich aber als ein wenig tricky im Handling der Updates erweisen.


1. Vorbereitung: Beschaffen zusätzlicher RPM-Pakete
Auf der openSuSE Instalations-DVD fehlen uns leider einige wichtige Treiber, die wir zum Betrieb des EEE benötigen. Das Mitglied appleonkel des openSuSE-Projekts hat die benötigten Treiber jedoch in einem Repository zusammengestellt. Bevor wir die Installation starten, laden wir die benötigten Dateien mit einem Rechner mit Internetverbindung aus diesem Repository herunter und speichern sie auf einem USB-Stick, mit dem wir sie nach erfolgreicher Installation auf den eeePC übertragen können.

1.1 Legt auf dem USB-Stick ein Verzeichnis mit Namens eeePC an. (Namen sind Schall und Rauch. D.h., Ihr könnt das Verzeichnis benennen, wie Ihr wollt. Merkt euch dann nur, wenn ich auf eeePC verweise, dass Ihr stattdessen den von euch gewählten Verzeichnisnamen eingebt.

1.2 Ruft mit einem Browser eurer Wahl den Link http://download.opensuse.org/repositori ... 10.3/i586/ (oder unter openSuSE 11.0 http://download.opensuse.org/repositori ... 11.0/i586/) auf. Unter diesem Link werden die Treiber, die für den Betrieb des Netzwerks, Sound, etc. unter dem von SuSE in der Basisinstallation genutzten Kernel als RPM-Pakete bereitgestellt.

Folgende dieser Pakete werden wir später auf jeden Fall benötigen:
(Diese Pakete müsst Ihr auf jeden Fall herunterladen)
Kernel-Treiber-Module für den default-Kernel:
Sound:
alsa-driver-kmp-default-1.0.16.hg20080323_2.6.22.5_31-2.1.i586.rpm
ACPI:
asus_acpi-kmp-default-0.30_2.6.22.5_31-4.1.i586.rpm
Netzwerkkarte:
atl2-kmp-default-2.0.4_2.6.22.5_31-4.1.i586.rpm
WLAN:
madwifi-kmp-default-ng_r2756+ar5007_2.6.22.5_31-1.1.i586.rpm

WLAN-Konfigurationsprogramm:
madwifi-ng_r2756+ar5007-1.1.i586.rpm

Ladet die o.a. Pakete in das Verzeichnis eeePC auf eurem USB-Stick herunter.

Wenn Ihr vorhabt, auf eurem EEE Virtualisierung unter XEN zu betreiben, benöigt Ihr weiterhin die Pakete *-kmp-xen-0.30_2.6.22.5_31-4.1.i586.rpm und ggf. *-kmp-xen-0.30_2.6.22.5_31-4.1.i586.rpm.
(Wenn Ihr mich fragt: Ich glaube, da mutet Ihr euch an dem Kleinen ein bisschen zu viel zu. Und das liegt nicht an euch :wink: )

Wenn Ihr vorhabt, nach erfolgreicher Installation den bigsmp-Kernel oder den debug-Kernel zu installieren, werdet Ihr die entsprechend bezeichneten RPM-Pakete ebenfalls herunterladen und später installieren müssen. i.d.R. benötigt Ihr die aber nicht.

Jetzt habt Ihr alles, was wir an zusätzlichen Treibern benötigen. Ihr könnt den USB-Stick von eurem PC abziehen und erstmal beiseite legen. Wir brauchen ihn erst später, wenn openSuSE auf dem EEE bereits installiert ist und vollständig bootet.

2. Vorbereitung: Bevor wir den EEE-PC einschalten
2.1. Die SDHC-Karte in den Kartenleser-Slot des EEE-PC einstecken.
2.2. Das USB-DVD-Laufwerk an den EEE-PC anschliessen und einschalten. Die openSuSE 10.3 Installations-DVD einlegen.

3. Durchführung der Installation
3.1. Schaltet den eeePC ein und drückt, während der Start-Bildschirm erscheint, die <ESC>-Taste, um in die Bootauswahl zu gelangen. Wählt als zu bootendes Medium das DVD-Laufwerk aus.
3.2. Ihr erhaltet jetzt das Boot-Menü der openSuSE 10.3 Installations-DVD. Wählt hier den Menüpunkt Installation aus.
3.3. Als erstes wählt Ihr die Sprache für die Installation und die Hauptsprache des zu installierende Systems.
(Wählt was Ihr wollt- meine Anleitung geht von einer Installation in Deutsch aus. Zur Not müsst Ihr übersetzen :) )

3.4. Danach werdet Ihr aufgefordert, die Lizenzvereinbarung zu akzeptieren.
3.5. Als Installationsmodus wählt Neuinstallation.
WICHTIG: Fügt bei dieser Abfrage auf keinen Fall Online-Repositories oder Add-On-Produkte aus separaten Medien hinzu. Auf Online-Repositories können wir zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht zugreifen, da uns vorerst keine der Netzwerk-Schnittstellen des EEE zur Verfügung steht. Die richten wir erst nach erfolgreicher Installation ein. Beide Punkte können wir später, wenn gewünscht, auf dem komplett installierten System unter YaST weitaus sinnvoller einrichten. So sind wir vor Überraschungen während des Installationsvorganges gefeit. (Das gilt imho aber auch bei normalen Installationen auf normalen PCs.
3.6. Die Abfrage für Uhr und Zeitzone bestätigen wir einfach (oder passen sie an, wie wir wollen :wink:)
3.7. Jetzt wählt den Desktop eurer Wahl. Für mich als KDE-Fan kommt nur einer in Betracht :). Welchen Desktop Ihr wählt hat für die Installation grundsätzlich aber keine Auswirkungen. (Außer natürlich auf den genutzten Speicherplatz. (Ihr kriegt SuSE auch auf einem 2 GB USB-Stick locker unter, wenn Ihr auf KDE und Gnome verzichtet. Mit KDE oder Gnome solltet Ihr mind. 4 GB haben- ich würde trotzdem nicht unter 8 GB durchstarten- je nach Benutzung kann das System auf Dauer recht hübsch wachsen.)
3.8. Jetzt wird's ernst: Installationseinstellungen! Hier müsst Ihr die Punkte Partitionierung und Systemstart auf jeden Fall ändern, damit euer Xandros auch nach der SuSE-Installation erhalten bleibt und starten kann.
3.8.1. Wechselt auf den Karteireiter Expertenmodus, um die Einstellung der Partitionierung und des Boot-Loaders vorzunehmen.
3.8.2. Partitionierung: Standardmäßig will der openSuSE-Installer die Xandros-Installation löschen, um openSuSE selber auf der SSD installieren zu können. Das wollen wir natürlich nicht!
- Wählt den Menüpunkt Partitionierung->Benutzerdefinierte Partitionierung erstellen->Benutzerdefinierte Partitionierung für Experten. (Auf keinen Fall solltet Ihr hier eine vorschlagsbasierte Partitionierung auswählen. Diese produziert nur Schrott, da YaST von einem ganz anderen Installationsszenario ausgeht).
3.8.3. Die angezeigten Partitionen auf /dev/sda sind die Partitionen der internen SSD. Partitionen, die mit dev/sda beginnen, auf keinen Fall ändern oder lösehen. Damit würdet ihr euch die Xandros-Installation zerlegen.
- Löscht alle Partitionen auf der Festplatte /dev/sdb (Dies ist die SDHC-Karte oder der USB-Stick. Solltet Ihr auf diesem Medium bereits Daten gespeichert haben, werden mit dieser Aktion alle Daten gelöscht. Ihr solltet sie also vorher gesichert haben.)

Eine Anmerkung, bevor Ihr neu Partitioniert: Die sinnvollste Struktur der neuen Partitionierung ist abhängig von der Größe eurer SDHC-Karte. Bei Karten bis zu 4 GB würde ich nur eine einzige Partition anlegen und auch meine Daten innerhalb der / Partition halten. Bei größeren Karten ist es sinnvoller, die Daten vom System zu trennen (eine Partition auf / mounten und eine zweite auf /home). Ich gehe bei meiner Partitionierungsanleitung von einer Karte >=8GB aus. Wenn Ihr eine kleinere benutzt, lasst den zweiten Schritt einfach weg.
- über Anlegen->/dev/sdb->Primäre Partition gelangt Ihr in das Konfigurationsmenü für die neue Systempartition.
Wählt hier als Dateisystem ext2 aus. (ext3 wäre auch möglich, braucht aber mehr Speicherplatz und kann zu einem schnelleren Verschleiß des Flash-Speichers führen)
Als Partitionsgröße-Ende wählt gebt Ihr ein: +5G (Benutzer mit SDHC-Karten <=4GB verändern die Größe nicht)
Als Mountpoint gebt ihr ein: /
(Wählt für die Systempartition auf keinen Fall Verschlüsselung aktivieren. Wie wollen an die Systempartition später über Drittsysteme herankommen können, um dem Boot-Manager auf die Beine helfen zu können)
- Mit OK speichert Ihr die Einstellungen für die root-Partition

Nur für Benutzer mit Speicherkarte >=8GB
- wählt wieder Anlegen->/dev/sdb->Primäre Partition und Ihr gelangt in das Konfigurationsmenü für die neue Datenpartition.
Wählt hier als Dateisystem ext2 aus.
Als Mountpoint gebt ihr ein: /home
- Mit OK speichert Ihr die Einstellungen für die home-Partition, auf der eure Daten gespeichert werden.

3.8.4. Wählt Übernehmen, um eure Partitionierung zu speichern. Der SuSE-Installer wird euch warnen, dass keine swap-Partition angelegt ist und fragt, ob Ihr die Partitionierung noch einmal ändern wollt. Don't worry bout that. Wir kommen auch ohne swap aus. Bestätigt die Warnung ganz einfach mit Nein (Partitionierung nicht ändern).

3.8.5. Systemstart einstellen: SuSE möchte den Bootloader GRUB standardmäßig im MBR der ersten Festplatte (das ist unsere SSD mit Xandros) installieren. Das wollen wir nicht, da es
a) den Xandros-Bootloader zerstören könnte
b) zu Fehlermeldungen führen könnte, wenn unsere SDHC-Karte mal nicht eingelegt ist.

- wählt Systemstart und wechselt danach auf den Karteireiter Bootloader-Installation
- als Speicherort des Boot-Loaders wählt Ihr aus Root-Partition booten.
- Die Option Aus Master Boot Record booten deaktiviert ihr.
- Klickt danach auf Beenden um die Einstellungen zu speichern

3.8.6. Die eigentliche Installation starten: Wenn ihr noch Änderungen an der Paketauswahl vornehmen wollt, könnt Ihr das jetzt tuen. (Ich halte das aber nur für sinnvoll, wenn Ihr schon vor der Grundinstallation Pakete aus der Standard-Auswahl entfernen wollt, um z.B. Speicherplatz auf der SDHC zu sparen. Das Hinzufügen zusätzlicher Pakete ist imho sinnvoller, wenn das Grundsystem fertig aufgesetzt ist).
Klickt dann in den Installationseinstellungen auf Übernehmen um die eigentliche Installation zu starten. Abfragen nach Paketlizenzen bestätigt Ihr nach eurem Dafürhalten (macht mich aber nicht dafür verantwortlich, wenn Ihr durch blindes Klicken drei Kühlschränke gekauft habt :) ).
Dann müsst Ihr noch die Warnung bestätigen, dass durch das Partitionieren und formatieren alle vorhandenen Daten auf den betroffenen Partitionen verloren gehen. Wenn Ihr alles richtig gemacht habt, ist es okay, auf Installieren zu klicken. Wenn nicht, habt ihr nach dem Klick genügend Zeit, es zu bereuen :wink:

3.9. Kopieren der Pakete: Das macht sich von selbst!
Apopros Zeit: Die Formatierung der neu erstellten Partitionen sowie das anschließende Kopieren der Daten auf die SDHC-Karte gibt euch genügend Zeit, euch um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu kümmern :) Euer EEE wird, wenn Ihr an der Paketauswahl nicht all zu viel runtergeschraubt habt, ca. 2 Stunden ohne euch auskommen.

3.10. Schreiben des Bootloaders bestätigen. (Diese Meldung hatte ich nicht in jedem Szenario). Wenn ihr (spät genug) wiederkommt, seht ihr auf dem Bildschirm des eeePCs eine Meldung, dass YaST eine Bootdiskette erzeugen will. Wenn Ihr gerade keine Diskette zur Hand habt: don't panic! Die Diskette, die YaST meint, ist die Root-Partition eurer SDHC-Karte bzw. eures USB-Sticks.
Als Dateisystem sollte 'Kein Dateisystem anlegen' ausgewählt sein (wenn nicht- wählt das bitte aus).
Bestätigt danach den Dialog mit 'OK'

4. Neustart und Konfiguration von GRUB zum Booten des installierten Systems:
Dies ist der zweite Punkt, der sich maßgeblich von einer normalen Festplatten-Installation unterscheidet.
Nach dem Schreiben des Boot-Loaders führt YaST einen Neustart durch. Bei einer normalen openSuSE-Installation auf eine Festplatte würden wir jetzt das installierte System von der Festplatte starten, um die Installation fortzusetzen. Versucht das erst gar nicht! Die Boot-Loader-Konfiguration, die YaST bei der Installation geschrieben hat, erzeugt bei dem Versuch, den Kernel des gerade installierten Systems von der SDHC-Karte zu starten, nur die Fehlermeldung 'ERROR 15: File not found'.
Das liegt an der Weise, wie GRUB die Festplatten (inkl. USB-Sticks, SDHC-Karten, etc.) im System beschreibt und sieht. Für GRUB ist die aktive Platte, die Platte hd(0). Während der Installation war die SDHC-Karte aber die Platte hd(1). Wir müssen GRUB also ein wenig auf die Sprünge helfen, damit wir das installierte System starten können, um die Installation fortzusetzen.

Wie passe ich das GRUB-Konfigurationsfile an?
4.1. Booten des PCs mit einem startbaren Linux. In diesem Zusammenhang können wir jetzt auch gleich testen, ob unser Xandros die vorangegangene Installation überlebt hat :)
4.2. Bootet euren EEE also ganz normal mit Xandros und meldet euch am System an.
(Für User, die bis hierher gekommen sind und jetzt schockiert gucken, weil sie ihr Xandros durch ein System ersetzt haben, das nicht über die Fähigkeit verfügt, auf ext2/ext3-Partitionen zu schreiben: Schmeißt euch nicht gleich heulend auf den Boden- selbstverständlich kriegt Ihr das auch mit openSuSE-Boardmitteln hin. Startet einfach erneut mit der openSuSE-Installations-DVD vom DVD-Laufwerk und wählt dort wieder 'Installation'. Bestätigt die Abfragen zur Sprachauswahl, Lizenz, etc. Wählt, wenn es zur Abfrage 'Neuinstallation/Update/Andere....' kommt, den Punkt 'Andere->Installiertes System starten'. Jetzt müsst Ihr zuerst die Installation, wie in Punkt 5 beschrieben, durchführen. Wenn openSuSE fertig installiert ist, meldet Ihr euch als Benutzer 'root' an und editiert die Datei /boot/grub/menu.lst, wie im folgenden beschrieben.)

4.3. Bindet die SDHC-Karte über den Dateimanager ein. Achtet dabei auf den Namen, den der eingebundene USB-Stick bekommt.
4.4. Öffnet mit der Tastenkombination <STRG>-<ALT>-T ein Konsolenfenster
4.5. Gebt ein: sudo bash
Hierdurch erhaltet Ihr Superuser-Rechte
4.6 Gebt ein; cd /media/name_eurer_sdhc_karte_im_dateinamaneger/partition1/boot/grub
Hiermit wechselt Ihr in das Verzeichnis in dem die zu aktualisierende GRUB-Konfigurationsdatei menu.lst liegt.
(Der Name des USB-Sticks sowie die darunterliegenden Partitionierung kann je nach System variieren. Solltet ihr sie nicht finden, sucht im Dateimanager, wie der USB-Stick und die darunter liegende erste Partition heißt und korrigiert den o.a. Befehl entsprechend)

4.7. Gebt ein: kwrite menu.lst
Das kwrite-Editorfenster öffnet sich mit der von YaST erstellten Datei menu.lst.
In dieser Datei werdet Ihr, wenn Ihr in der GRUB-Konfiguration keine eigenen Einträge hinzugefügt habt, drei Mal den Eintrag hd(1,0) sowie einmal den Eintrag hd(0,0) (Die Zahl vor dem Komme steht für physikalische Platte (0=erste Platte, 1=zweite, usw.), die Zahl nach dem Komma Partition (0=erste Partition, 1=zweite, usw.). (Solltet Ihr eine andere Partitionierung als die von mir vorgeschlagene gewählt haben, kann die Partitionsnummer auch, eurer Partitionsnummer der Root-Partition entsprechend, abweichen). Die Partitionsnummer stellt aber kein Problem dar. Hier kann sich gegenüber der Sicht während der Konfiguration nichts geändert haben. Anders sieht es bei der lfd. Nummer der Festplatte aus. Hier ist die Sicht jetzt umgedreht.
4.8. Jeder hd(0,n) Eintrag muss in hd(1,n) umgewandelt werden. Jeder hd(1,n) Eintrag in hd(0,n)
4.9. Speichert danach die Änderung, schließt kwrite sowie das Konsolenfenster und fahrt Xandros herunter.


5. Die weitere Installation des openSuSE Basissystems unterscheidet sich nicht wesentlich von der Installation auf einem normalen PC.

Schaltet den EEE-PC wieder ein und drückt beim Start-Bildschirm wieder die <ESC>-Taste, um in die Boot-Auswahl zu kommen. Wählt als Boot-Laufwerk die SDHC-Karte, auf die Ihr openSuSE installiert habt, um die Installation fortzusetzen.

Ich halte mich in der Kommentation kurz. Diese Schritte sind recht einfach und erklären sich eigentlich von selbst. Wenn Ihr mehr lesen wollt, findet ihr unter http://de.opensuse.org/Installation genügend Stoff :-)
- Zuerst wird das Kennwort des Superusers (root) festgelegt.
- Danach erscheint die Auswahl zur Netzwerk-Konfiguration. Bestätigt diese Maske zuerst einmal mit Weiter, ohne an den vorgeschlagenen Einstellungen etwas zu ändern. Wir haben noch keine Netzwerk-Komponenten, die wir wirklich konfigurieren könnten. Das können wir später in YaST nachholen, wenn das System läuft und die zusätzlichen Kernel-Treiber installiert sind.
- Die Art der Benutzer-Authentifizierung kann im Moment nur lokal über /etc/passwd heissen. Eine Authentifizierungsquelle im Netz können wir zurzeit noch nicht ansprechen und einen lokalen LDAP-Server haben wir noch nicht konfiguriert :wink:
(Wenn das nicht die Authentifizierungs-Methode eurer Wahl sein sollte, könnt ihr diese später in YaST im laufenden System ändern.)
- Jetzt müsst Ihr mindestens einen Lokalen Benutzer anlegen
- Zum krönenden Abschluss kommt die Hardware-Konfiguration. Wenn Ihr 3D-Beschleunigung wünscht, aktiviert die hier. Ansonsten bestätigen wir einfach mit Weiter ohne uns großartig darum zu kümmern, was wir tuen :)
Alles Weitere sollten wir lieber im laufenden System mit YaST konfigurieren.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Ihr solltet jetzt ein vollständiges openSuSE-Linux auf eurem EEE haben. Ihr kommt zwar noch nicht in's Netzwerk, und zwei bis drei Kleinigkeiten müssen noch rund gemacht werden- aber man sollte seine Ansprüche ja auch nicht gleich zu hoch schrauben :wink:


6. Installieren der zusätzlichen Kernel-Treiber
Der Rest der openSuSE-Installation ist dank des Repositories von appelonkel vom openSuSE-Projekt nur noch Fleissarbeit.
Wir haben uns die benötigten Dateien ja schon vor der eigentlichen Installation auf einen USB-Stick heruntergeladen.
5.1. Meldet euch in openSuSE mit eurem während der Installation angelegten Benutzernamen an und steckt den USB-Stick, auf den Ihr die Dateien des Repositories kopiert habt, in den eeePC ein.
5.2. Das System erkennt den Stick als Massenspeicher-Medium und fragt, was es tuen soll. Wählt hier 'Im neuem Fenster öffnen'
5.3. Wechselt in diesem Fenster das Verzeichnis eeePC in das Ihr vor der Installation die Dateien des appelonkel-Repositories kopiert habt.
5.4, Klickt jede RPM-Datei in diesem Fenster, die Ihr für die Konfiguration benötigt, einzeln an und bestätigt jeweils Paket mit YaST installieren
Nochmal die Übersicht der auf jeden Fall benötigten RPM-Dateien:
Sound:
alsa-driver-kmp-default-1.0.16.hg20080323_2.6.22.5_31-2.1.i586.rpm
ACPI:
asus_acpi-kmp-default-0.30_2.6.22.5_31-4.1.i586.rpm
Netzwerkkarte:
atl2-kmp-default-2.0.4_2.6.22.5_31-4.1.i586.rpm
WLAN:
madwifi-kmp-default-ng_r2756+ar5007_2.6.22.5_31-1.1.i586.rpm
WLAN-Konfigurationsprogramm:
madwifi-ng_r2756+ar5007-1.1.i586.rpm

Die weiteren Pakete solltet Ihr nur installieren, wenn Ihr Kernel über YaST nachinstalliert habt, für die diese Pakete geeignet sind (z.B. XEN-Kernel, etc.)

Wenn Ihr euch komplett durch die benötigten RPM-Dateien geklickt habt und diese installiert habt, startet das System neu.Um von der SDHC-Karte zu booten, müsst Ihr beim Erscheinen des Startbildschirmes jedes Mal die <ESC>-Taste drücken und die SDHC-Karte als Boot-Medium auswählen

Nach der nächsten Anmeldung solltet Ihr einen Sound hören und die Treiber für die Netzwerkkarte und die WLAN-Karte sollten funktionieren.

7. Repositories für weitere Treiber und Updates
Zu guter letzt müssen wir noch ein paar Repositories implementieren, über die wir weitere Treiber (z.B. Kamera und Suspend) sowie Online-Updates erhalten.

Hierzu starten wir das openSuSE Konfigurationstool YaST.
Die gesamte Systemkonfiguration kann in openSuSE unter YaST sehr komfortabel unter einer grafischen Oberfläche durchgeführt werden.

7.1. YaST starten: YaST ruft Ihr unter KDE über das Menü Start-Button (das Chamäleon)->Computer->Systemeinstellungen (YaST) auf oder indem Ihr über die Tastenkombination <ALT>-<F2> eine Befehlseingabe öffnet und dort yast eingebt.
7.2. Wählt in YaST Software->Installationsquelle wechseln
In diesem Dialog können wir unsere weiteren Installationsquellen hinzufügen. Klickt dazu für alle im Folgenden aufgeführten Installationsquellen und gebt folgende Eingenschaften ein:
Eigenschaften, die für alle hier aufgeführten Installatiosquellen gelten:
Medientyp: http
Servername: download.opensuse.org
Authentifikation: Anonym

Hinzuzufügende Installationsquellen:
Name der Installationsquelle: eee Suspend 10.3
Verzeichnis auf dem Server: /repositories/home:/seife/openSUSE_10.3

Name der Installationsquelle: eee WLAN 10.3
Verzeichnis auf dem Server: /repositories/home:/appleonkel:/EEE/openSUSE_10.3/

Name der Installationsquelle: eee WLAN Update 10.3
Verzeichnis auf dem Server: /repositories/home:/appleonkel:/EEE/10.3%20Update/

Name der Installationsquelle: eee Camra 10.3
Verzeichnis auf dem Server: /repositories/home:/schmolle1980/openSUSE_10.3/

Wenn Ihr diese Pakete hinzugefügt habt, beendet die Konfiguration der Installationsquellen.

7.3. Installieren des Kamera- und Suspend-Treibers
- Wählt in YaST das Modul Software->Software installieren oder löschen
- Sucht hier im Suchfeld nach dem Paket suspend
Der Haken vor dem Paket zeigt euch an, dass das Paket bereits installiert ist. In den Details seht Ihr jedoch, dass, dank des vorhin hinzugefügten Repositories, eine neuere als die installierte Version zur Verfügung steht.
Klickt auf das Kästchen vor dem Paketnamen, bis dort das Aktualisieren-Symbol erscheint.

Gebt jetzt in das Suchfeld uvcvideo-kmp-default ein.
In der Trefferliste setzt Ihr vor das gefundene Paket einen Haken, damit es installiert wird.

Das ist alles, was wir hier installieren wollen. Bestätigt mit Weiter, um die ausgewählten Pakete zu aktualisieren/installieren.

7.4. Updates konfigurieren und Community-Repositories einbinden:
Da wir während der der Installation noch keine funktionierende Netzwerkverbindung hatten, wurde auch noch keine Quellen für das Online-Update konfiguriert. Wenn wir Updates durchziehen wollen (und das empfiehlt sich), sollten wir dies nachholen, indem wir in YaST den Punkt Software->Comunity Repositories aufrufen. Dort sollten wir zumindest die Haupt-Repositories NON-OSS, OSS und Haupt-Update-Repository aktivieren.
Für Multimedia Freaks empfehlen sich darüber hinaus das Packman-Repository sowie das VideoLan-Repository.

Jetzt können wir unser erstes Update über Software->Online-Update durchführen starten. Ein größeres Problem haben wir hier aber noch. Kernel Updates können in dieser Konfiguration nicht (oder nur sehr tricky) durchgeführt werden. Ihr solltet daher in der Liste der verfügbaren Patches auf das Kästchen vor dem Patch kernel klicken, bis ein Stop-Zeichen erscheint, damit Kernel-Updates dauerhaft deaktiviert werden.
(Ich hoffe, ich werde mittelfristig eine Lösung für dieses Problem finden, die ich hier dokumentieren kann, da gerade Kernel-Patches sehr wichtig sind)


DONE! :D
Was Ihr nun mit dem System anstellt- das bleibt euch überlassen.

Viel Spaß damit :)

KSTC
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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von KSTC » Freitag 19. September 2008, 08:51

So, ich habe deine Anleitung jetzt mal befolgt. Habe jetzt folgende Erfahrungen gemacht:

- grundsätlich funktioniert openSuSe
- das Howto wird unter 11.0 nicht analog abgearbeitet
- ich musste grub neuinstallieren, da er trotz den Anweisungen im Howto nichts bootfähiges zustande gebracht hat
- die Bootzeit beträgt über 1+1/2 Min
- das Internet ist sehr sehr langsam
- die Arbeitsgeschwindigkeit ist zu langsam

Die Negativpunkte können natürlich auch an meiner 8 GB SDHC Patriot Karte liegen, aber ich werde wohl doch bei Xandros oder Ubuntu EEE 8.04.1 bleiben...

jcoder
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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von jcoder » Samstag 20. September 2008, 10:57

KSTC hat geschriebenCOLONSo, ich habe deine Anleitung jetzt mal befolgt. Habe jetzt folgende Erfahrungen gemacht:

- grundsätlich funktioniert openSuSe
- das Howto wird unter 11.0 nicht analog abgearbeitet
- ich musste grub neuinstallieren, da er trotz den Anweisungen im Howto nichts bootfähiges zustande gebracht hat
- die Bootzeit beträgt über 1+1/2 Min
- das Internet ist sehr sehr langsam
- die Arbeitsgeschwindigkeit ist zu langsam

Die Negativpunkte können natürlich auch an meiner 8 GB SDHC Patriot Karte liegen, aber ich werde wohl doch bei Xandros oder Ubuntu EEE 8.04.1 bleiben...
Hallo KTSC,

Bei mir startet openSuSE 11, je nach SDHC-Karte, in 55 bis 65 Sekunden- gemessen ab der Auswahl von openSuSE im Bootmenü des EEE-PC. Auch die langsame Arbeitsgeschwindigkeit und das langsame Internet kann ich nicht nachvollziehen. Das zeigt sich bei mir mit normaler Geschwindigkeit und vergleichbare Anwendungen starten nicht langsamer als unter Xandros. Auch Zattoo-TV-Sendungen und Youtube-Videos werden ruckelfrei dargestellt.

Vllt. liegt es wirklich an Deiner Karte. Ich benutze hier hauptsächlich eine A-Data 16 GB Turbo sowie eine Transcend 4GB und eine A-Data 4 GB zum expirementieren.
Vllt. aber auch an Diensten, die Du zusätzlichen gestartet oder nicht deaktiviert hast. Ich habe bei mir, um zusätzliche Schreibvorgänge zu vermeiden, z.B. den Suchhund (Beagle) und das Online-Update im Autostart deaktiviert. Die könnten sich auch auf die Geschwindigkeit des Systems auswirken.

Das von Dir beschriebene Phänomen mit GRUB ist mir von Standard-Festplatten-Installationen her bekannt. Es tritt dort z.B. bei frisch geschredderten Festplatten auf, wenn GRUB nicht in den MBR geschrieben wird. Dann muss, über das Rettungssystem auf der Installations-CD GRUB in den MBR installiert werden oder durch booten einer DOS Diskette mit FDISK /mbr ein MBR nachträglich erstellt werden. (Nicht einfach so beim EEE-PC ausführen, da sich diese Aktionen auf die interne SSD und nicht auf die SDHC-Karte, auf der openSuSE installiert wurde, auswirken).
Bei den Installationen, die ich auf SDHC-Karten oder USB-Sticks auf dem EEE gemacht habe, ist es mir aber noch nie vorgekommen, da auf diesen i.d.R. ein gültiger MBR werksseitig angelegt ist. Da ich das Phänomen auf dem EEE noch nicht hatte, kann ich hier auch kein zuverlässiges HowTo geben, wie es denn auf dem EEE zu fixen wäre. Vllt. kannst Du das ja ergänzen?!?

Was die analoge Abarbeitung angeht. Hier fallen mir nur zwei Punkte ein, die evtl. Unterschiedlich sind:
Repositories, die zusätzlich eingebunden werden:
- Verzeichnisse in den Repositories mit Namen openSUSE_10.3 sind durch openSUSE_11.0 zu ersetzen.
- openSuSE 11 benutzt bei der Standard-Installation auf dem EEE den PAE-Kernel. Das bedeutet, entweder sollte in der Softwareauswahl der PAE Kernel entfernt und durch den Default-Kernel ersetzt werden oder die einzubindenden Kernelmodule sind nicht *kmp-default* sondern *kmp-pae*


Gruß
Peter

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von KSTC » Samstag 20. September 2008, 11:05

Ok,

ich werde es dann nochmal mit dem deativieren der Dienste versuchen. Berichte hier dann über Erfolge oder M...

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von jcoder » Samstag 20. September 2008, 11:47

KSTC hat geschriebenCOLONOk,

ich werde es dann nochmal mit dem deativieren der Dienste versuchen. Berichte hier dann über Erfolge oder M...

Ach ja- und ich fahre 1GB Arbeitsspeicher. Kann sein, dass er bei 512MB ein wenig träger wird.....

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von KSTC » Samstag 20. September 2008, 12:02

Naja, ich habe auch 1 GB...

Hast du derzeit auch 11.0 installiert? Wenn ja, welchen Kernel haste genommen?

Denn so wie ich das hier sehe, bringt der pae Kernel für den EEE wohl nicht so viel.

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von jcoder » Samstag 20. September 2008, 12:16

Hab ich genau so gesehen. Ich fahre den default-kernel (2.6.25-1.1-default)

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von KSTC » Sonntag 21. September 2008, 17:31

Ich habe OpenSuSe jetzt nochmal mit KDE 4.0 installiert. Und ich muss wirklich sagen, dass das System fast so schnell wie Xandros ist, wobei das Booten trotzdem noch 70 sec. dauert. Da ich jedoch lieber KDE 3.5 haben wollte, habe ich OpenSuSe nochmal installiert, doch nun bekomme ich schon nach dem 5. Versuch keinen Bootloader mehr installiert ;(

Mal sehen, wie ich das fixen kann....

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von jcoder » Dienstag 23. September 2008, 12:28

Du kannst übrigens auch KDE3, KDE4 und den Gnom parallel in einer Installation nutzen, wenn Du das möchtest und die Kapazität Deiner SDHC Karte es zulässt. Du musst dazu nur in der YaST-Softwareinstallation über Schemata die zusätzlichen Fenstermanager auswählen und kannst dann bei der Anmeldung den FM der Sitzung wählen. Oder zuerst KDE 3.5 installieren und danach KDE 4.1 über 1-click-Installation (Die KDE4.1 1-click-Installation installiert KDE4.1 ohnehin als zusätzlichen FM).

Ich selber fahre auf dem EEE auch KDE 3.5. Die angegebenen Zeiten beziehen sich bei mir auf den 3.5er. Mit KDE 4.1 freunde ich mich gerade erst so langsam auf meinem Desktop an. Dort ist es als zweiter FM installiert.

Was hast Du denn gemacht, dass der Bootloader nachinstalliert werden muss. Bei meinen Erfahrungen ist das immer nur der Fall bei einem falschen MBR auf der SDHC. Das heisst aber, wenn der MBR einmal o.k. war und GRUB von der Boot-Partition gestartet wurde, sollte danach jede Folge-Installation auch laufen.

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von KSTC » Dienstag 23. September 2008, 12:31

Ich habe den Bootinstall genau wie in der Anleitung beschrieben gemacht. Ich muss dann wohl mal eine andere SDHC probieren. Schon traurig, dass die Dinger so schnell vreckt gehen :(

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Re: HowTo: openSuSE 10.3 (oder 11.0) auf SDHC oder USB-Stick

Beitrag von jcoder » Dienstag 23. September 2008, 12:55

Du meinst, wie in meiner Anleitung beschrieben? Ich beschreibe dort nicht die Installation eines Bootmanagers sondern nur die Veränderung des Kinfigurationsfiles des auf die Boot-Partition installierten Bootmanagers. Voraussetzung, dass das System danach bootet sind:
- openSuSE wurde auf die erste aktive Partition der SDHC geschrieben
- auf der SDHC ist ein MBR vorhanden, der auf diese Partition verweist. (dies sollte auf jungfräulichen SDHCs, die mit einer FAT32-Partition ausgeliefert wurden, der Standard sein)

Wie genau äussert sich Dein Boot-Problem:
Siehst Du eine Fehlermeldung beim Booten? Dann startet GRUB und die Fehlermeldung würde weiteren Aufschluss geben.
Siehst Du beim Versuch, von der SDHC zu booten, nur einen blinkenden Cursor und sonst nichts? Dann dürfte Dein Problem darin liegen, dass die o.a. Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Du solltest dann überprüfen, ob die Boot-Partition wirklich aktiv ist und ggf. musst Du den MBR dann korrigieren indem Du z.B. mit DOS fdisk /mbr den MBR neu schreibst oder Grub in den MBR installierst. (Vorsicht: Bei all diesen Aktionionen die interne SSD deaktivieren, da sich die Aktionen ansonsten auf den MBR der Xandros Installation auf der internen SSD beziehen würden. Am Besten sogar auf einem anderen Rechner mit abgezogener Festplatte machen. Ich hab mir den Xandros Bootloader bei einer ähnlichen Aktion auch schonmal zerlegt, als die SSD definitiv abgeschaltet war.)

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