Einführung in die Windows Stoppfehler

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Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Sonntag 4. Januar 2009, 22:53

Führt ein Mausklick in einem ausgeführtem Programm zu einem Stoppfehler, liegt der Fehler nicht immer in der Anwendung selbst, sie können keinen Stoppfehler verursachen. Programme, aber auch einige Windows-Routinen wie der Anmeldeprozess laufen im User-Mode. Dieser Arbeitet in einem eigenen, abgeschlossenen Adressraum und gewährt keinen Zugriff auf die Hardware. Fehler bringen Windows nicht zum Absturz oder Stillstand, sondern legen nur die betreffende Anwendung lahm. Andere Anwendungen im gleichen Modus werden nicht beeinflusst, da sie in einem eigenen Adressraum laufen. Es existieren insgesamt 4 Modi, die sich in ihren Privilegien unterscheiden. Der Kernel-Mode hat die höchsten Privilegien, der User-Mode hingegen die niedrigsten.
Gravierende Systemfehler entstehen im Kernel-Mode. Hier werden Management-Dienste (Hardware-Verwaltung, Systemdienste), die Gerätetreiber, die HAL (Hardware Abstraction Layer) und der Microkernel ausgeführt. Nur der Kernel kommuniziert direkt mit der Hardware und übernimmt die Verwaltung des Speichers.
Tritt ein Fehler auf, protokolliert im günstigsten Fall der Kernel den Bug und setzt die Arbeit fort. Dann bemerkt man als Anwender das Problem gar nicht. Verhindert der Fehler jedoch die Fortsetzung eines Kernel-Prozesses, lädt das System als letzten Ausweg den Trap-Mechanismus. Dieser stellt das kontrollierte Herunterfahren des Systems sicher. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung, ein Stoppfehler sei ein plötzlicher Knock-out, handelt es sich um eine systematische Schutzmaßnahme. Der Speicherinhalt bleibt hierbei erhalten.
Abhängig von der Windows-Version, vom aufgezeichneten Fehler sowie den Systemeinstellungen, variiert der Aufbau eines Stoppfehlers. Ist z.B in der boot.ini der Debug-Modus aktiviert, werden mehr Informationen dargestellt. Immer aber liefert der Trap-Mechanismus mit Hilfe mehrerer Parameter einige brauchbare Hinweise auf das eigentliche Problem.
Grundsätzlich ist eine Stoppnachricht in fünf Bereiche aufgeteilt. Zunächst wird die Fehlerkategorie genannt - im einfachsten Fall den problematischen Treiber. Darunter folgen allgemeine Anweisungen und Mitteilungen zum Fehlercode.
Die kryptischen Zeichenketten der Bug-Check-Information werden von der Stopp-Zeile eingeleitet. Diese bezeichnet den Fehlertyp und -code. Die erste Zeichenkette (z.B. 0x0000001E) beschreibt den Typ, etwa Zugriffsverletzung im Kernel. In der Klammer folgen drei oder vier hexadezimale Parameter, wobei die erste klare Aussagen zur Fehlerursache machen kann. Eine Liste mit den häufigsten Stoppnachrichten folgt im Anschluss dieser Einleitung.
Die zweite Zeichenkette stellt die Speicheradresse dar, in der der Fehler aufgetreten ist. Die beiden folgenden Zeichenketten spezifizieren den Fehler und sind kontextabhängig. Außerdem folgen je nach System Informationen zum Prozessor. In den folgenden Blöcken stehen Treiber- und DLL-Informationen samt Basisadressen und Zeitstempel. Der sehr wichtige vierte Block (Stack-Ausschnitt) lässt sich aber nur mit speziellen Werkzeugen dechiffrieren.

Beispiel:

CodeCOLON Alles auswählen

*** STOP: 0x0000001E (0xC0000005, 0xFDE38AF9, 0x00000001, 0x7E8B0EB4) KMODE_EXCEPTION_NOT_HANDLED ***
*** Address F24A447A base at F24A0000, DateStamp 35825ef8d - wdmaud.sys
Interrupt-Probleme aufspüren:
Stoppfehler zeigen in vielen Fällen die Meldung IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL. Dahinter verbirgt sich ein Interrupt-Fehler.
Hintergrund: Hardware-Interrupts sind nicht identisch mit Software-Interrupts, für die Windows oder eine Anwendung verantwortlich sind. Seit Windows NT wird ein abstraktes Modell zur Interrupt-Erfassung verwendet. Ein Dispatcher ordnet die Interrupts gemäß der von Windows vergebenen Prioritäten. Dadurch entstehen die so genannten Interrupt Reguest Levels (IRQL). Je höher die Priorität (Zahl), desto wichtiger ist der Interrupt für das System. User-Threads laufen mit dem IRQL 0 (Null), dem sogenannten Passive Level, der der untersten Hierachiestufe entspricht (User-Threads müssen selbst die Kontrolle an das System abgeben). Erhöht nun eine Anwendung den IRQ-Level, bis der für den Kernel reservierte Grad erreicht wird (Dispatch Level), ruft der Memory Manager KeBugCheckEx auf wodurch die Stoppnachricht erstellt wird. Kernelmodus-Komponenten wie etwa Systemtreiber können nur auf andere Prozesse zugreifen, wenn diese den gleichen oder einen niedrigeren IRQ-Level besitzen.

Speicherverletzungen: Buffer-Errors:
Windows weist jedem Treiber einen definierten Speicherbereich zu, in dem er arbeitet. Unterschreitet ein Treiber diese Grenzen (Buffer underrun) oder überschreitet er diese (Buffer overrun), kann ein Fehler folgen. Allerdings ist es genauso möglich, dass das System stabil weiter läuft. Der Grund: Nur wenn der verletzte Speicherbereich von einem korrekt angeforderten Treiber oder dem Kernel selbst genutzt wird, kommt es zum Crash. Es können zwischen der eigentlichen Speicherverletzung und der Stoppnachricht mehrere Minuten vergehen.
Windows XP hat das passende Werkzeug bereits an Bord, den Verifier, der als verifier.exe im Systemordner liegt. Um das Programm aufzurufen behält man die Voreinstellungen bei und klicket dann auf Weiter. Dann im Dialog Treiber zum Überprüfen wählen, sollten man sich für die Option Alle auf diesem Computer installierten Treiber automatisch wählen entscheiden, falls kein Hinweis auf den Uhrheber der Stoppnachricht vorliegt. Mit Fertigstellen schließt man den Dialog. Die Einstellungen sind nach dem nächsten Windows-Start aktiv. Kommt es erneut zu einer Stoppnachricht, verrät XP bereits auf dem Absturz-Bild, welche Datei verantwortlich war.
Das Geheimnis des Verifiers: Alle Treiber werden in einem überwachten Speicherbereich (Special Pool) geladen, der von leeren Speicherräumen (Invalid Pages) umgeben ist. Das ermöglicht dem System eine exakte Analyse.

Eingefrorene Systeme: Deadlocks
Auch bei den so genannten Deadlocks leistet der Verifier gute Dienste. Einfach ausgedrückt sind Deadlocks Ressourcenkonflikte. Fordern zwei oder mehr Threads die gleichen Ressourcen an, ist die Hierarchie des Zugriffs eindeutig geregelt. Fordert der erste Thread eine Ressource, die vom zweiten belegt wird, erfolgt eine Freigabeaufforderung. Der zweite Thread leert den Speicherraum, und erst dann kommt der erste Thread zum Zug. Zum Deadlock kommt es, wenn beide Threads zur gleichen Zeit identische Speicherräume nutzen wollen. Dieser außert sich entweder in einer Stoppnachricht (Ein-Prozessor-Systeme) oder im eingefrorenen System (Multi-Prozessor-Systeme). Das Einfrieren mag sehr plötzlich passieren, aber tatsächlich verbirgt sich dahinter ein chronologischer Prozess.
Häufig legen Gerätetreiber die Windows-Bremse ein, indem diese mehrfach dieselben Ressourcen anfordern. Die Diagnose ist sehr komfortabel, denn der aktivierte Verifier weiß per Default-Einstellung Deadlocks richtig zu deuten und zeigt in der Stoppnachricht die richtige Fehlerquelle.

Überlauf: Stack-Trashing
Meldet die Stoppnachricht KMODE_EXCEPTION_NOT_HANDLED, dann liegt mit großer Warscheinlichkeit ein so genanntes Stack-Trashing vor - ein Problem das mehrere Ursachen haben kann und damit die Analyse erschwert. Möglicherweise hat ein Treiber ohne Berechtigung einen Stack (Stapel) erweitert, was zu einem Überlauf geführt hat. Der Verifier versagt hier.

Andere Fehlertypen
Neben den oben genannten gibt es noch eine Reihe weiterer Fehlertypen, die sich allerdings nur schwer einordnen lassen. Zu den häufigsten zählen allgemeine Speicherfehler. Beispielsweise nehmen sich Treiber ausgelagerten Speicher, der dem Kernel zusteht. Gibt der Treiber den Speicher nicht wieder frei, werden die Speicherwege für den Kernel regelrecht verstopft. Es kann dann zu einer Stoppnachricht kommen, die allerdings variieren können. Deshalb zählen diese Fehler auch nicht zu den klassischen Ursachen für Stoppnachrichten. Genauer untersuchen lassen sich diese mit dem Verifier.

Wird mit Stoppfehlerbeschreibungen fortgesetzt...
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Montag 5. Januar 2009, 20:46

DATA_BUS_ERROR bzw. 0x0000002E

Diese Stoppnachricht weist darauf hin, dass im Systemspeicher ein Paritätsfehler festgestellt worden ist. Dieser Fehler wird fast immer von einem Hardwarefehler verursacht.
Die in der Stoppnachricht aufgelisteten Parameter sind wie folgt definiert:
  • Virtuelle Adresse die den Fehler verursacht hat
  • Physikalische Adresse die den Fehler verursacht hat
  • Processor Status Register (PSR - Statusregister des Prozessors)
  • Fault Instruction Register (FIR - Register des fehlgeschlagenen Befehls)
Lösen des Problems:
Hardwareproblem: Dieser Fehler wird meist von einem Hardwareproblem verursacht. Häufig einem fehlerhaften RAM, Level 2 (L2) RAM-Cache oder Video-RAM. Die Fehlernachricht tritt gewöhnlich nach der Installation einer fehlerhaften Hardware oder bei einem Ausfall einer bereits installierten Hardware auf. Ist das System vor kurzem durch eine neue Hardware ergänzt worden, entfernen man diese Hardware wieder, und beobachtt ob der Fehler erneut auftritt. Wenn eine bereits installierte Hardware ausgefallen ist (also nichts dem System hinzugefügt wurde), entfernt oder ersetzt man die fehlerhafte Hardware. Ebenfalls sollte man überprüfen das alle Adapterkarten (inklusive Speichermodule) des Computers ordnungsgemäß eingesetzt sind. Dazu reinigt man die Kontakte mit einem geeigneten Mittel. Die gereinigten Kontakte müssen gründlich trocknen (es dürfen keine Reinigungsmittelreste zurückbleiben) und dann kann man die Adapterkarten wieder in den Computer einbauen. Wenn möglich, reinigt man die Steckplätze mit Druckluft.
Wenn das Problem bei einem neu installierten System auftritt, sollte man sich nach Updates für BIOS, und/oder Netzwerkadapter usw. umsehen. Dazu sucht man auf den Internetseiten des entsprechenden Herstellers nach den benötigten Updates.

Wenn der Fehler nach der Installation eines neuen oder aktualisierten Gerätetreibers auftritt, entfernt oder ersetzt man den Treiber im Geräte-Manager. Die vorherige Treiberversion erhält man indem man in den Eigenschaften, unter Treiber, des betroffenen Geräts auf Installierter Treiber klickt. Wenn unter diesen Umständen der Fehler während des Bootens auftritt, führt man einen Neustart des Computers im abgesicherten Modus durch und benennt die Datei um bzw. löscht sie.

Die Ereignisanzeige (Systemprotokoll) gibt eventuell zusätzliche Hinweise auf das verursachende Gerät oder den Treiber.

Festplatte ist beschädigt: Dieser Fehler kann auch durch eine beschädigte Festplatte hervorgerufen werden. Man startet Chkdsk /f /r auf der Systempartition, um stukturelle Beschädigungen des Dateisystems zu erkennen und zu beheben. Danach bootet man das System neu, damit die Überprüfung bei einer Systempartition beginnen kann. Wenn sich das System aufgrund des Fehlers nicht neu starten lässt, führt man über die Wiederherstellungskonsole Chkdsk /r aus.

WARNUNG
Wenn die Systempartition mit FAT16 formatiert wurde und eine Datenträgerbereinigung mit einem MS-DOS-basierten Festplattentool durchgeführt wird, kann es zu Beschädigungen der von Windows verwendeten langen Dateinamen kommen. Daher sollten man Windows-Festplatten nur mit der dazu passenden Chkdisk-Version überprüfen.
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Dienstag 6. Januar 2009, 18:23

INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE bzw. 0x0000007B

Diese Stoppnachricht weist darauf hin, dass Windows während des Startvorgangs den Zugriff auf die Startpartition verloren hat. Dieser Fehler tritt immer dann auf, wenn der Computer gestartet wird.
Die Parameter in der Stoppnachricht sind wie folgt definiert:
  • Adresse einer Datenstruktur, die den ARC-Spezifikationsnamen des Gerätes angibt, das den Startversuch unternommen hat
  • Zeiger auf einen ARC-Namensstring im Speicher
  • 0 (Null)
  • 0 (Null)
Der erste Parameter enhält gewöhnlich zwei getrennte Informationen. Wenn der Parameter z.B. 0x00700021 ist, dann ist 0x0021 die tatsächliche Länge des Unicode-Strings. 0x0070 steht dann für die maximale Länge des Namensstrings. Der nächste Parameter enthält die Adresse des Puffers. Diese Adresse befindet sich im Systembereich.
Wenn das Dateisystem, das das Bootgerät lesen sollte, keine Initialisierung durchgeführt hat bzw. die Daten auf dem Bootgerät (z.B. Festplatte) nicht als Dateisystemstruktur erkannt hat, gilt die folgende Parameterdefinition:
  • Adresse des Geräteobjekts das nicht bereitgestellt werden konnte
  • 0 (Null)
  • 0 (Null)
  • 0 (Null)
Lösen des Problems:
Fehlerhaftes Bootgerät: Während der Initialisierung des E/A-Systems konnte der Treiber des Bootgerätes das Bootgerät (gewöhnlich die Festplatte) nicht initialisieren. Unter Umständen konnte das Dateisystem nicht initialisiert werden, da es die Daten auf dem Bootgerät nicht erkannt hat. Dieser Fehler kann auftreten, wenn die Systempartition neu partitioniert oder ein neuer Festplattencontroller installiert worden ist. In diesem Fall muss die Datei Boot.ini bearbeitet werden. Die Datei Boot.ini befindet sich auf C:\ und sieht in etwar wie folgt aus:

CodeCOLON Alles auswählen

[boot loader]
timeout=5 
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Home Edition" /noexecute=optin /fastdetect
C:\CMDCONS\BOOTSECT.DAT="Microsoft Windows XP-Wiederherstellungskonsole" /cmdcons
Nicht kompatible Festplattenhardware: Wenn der Fehler bei der Erstinstallation des Systems auftritt, wurde das System unter Umständen auf einer Festplatte, die nicht unterstützt wird, installiert. Einige Controller werden nur unterstützt, die Teil der Windows Driver Library (WDL) sind. Mann muss deshalb während der Installation einen benutzerdefinierten Treiber verwenden. Dazu drückt man die F6-Taste während die Meldung Setup untersucht die Hardwarekonfiguration des Computers angezeigt wird. Man wird anschließend dazu aufgefordert, den neuen Treiber zu laden.
Alle Hardwarekomponenten entfernen, die vor kurzem installiert worden sind (Festplatten und Controller), und beobachten ob das Problem erneut auftritt. Wenn der Fehler durch Ausbau einer Hardwarekomponente behoben werden konnte, besteht unter Umständen ein IRQ- oder E/A-Konflikt. Dazu überprüft man, ob alle Festplatten, Festplattencontroller in der Hardwarekompatibilitätsliste (HCL) aufgeführt sind.

Wenn vor kurzen ein Treiber installiert worden ist, starten man den Computer neu und wartet bis der Bildschirm mit der Aufforderung Problembehandlung und erweiterte Windows-Startoptionen: F8-TASTE drücken erscheint. Dann F8 drücken und anschließend im Menü Erweiterte Windows-Startoptionen die Option Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration auswählen. Dies ist meist wirkungsvoll, wenn Treiber einzeln und nacheinander installiert wurden.
Dieser Fehler kann auch durch eine beschädigte Festplatte hervorgerufen werden. Man startet Chkdsk /f /r auf der Systempartition, um stukturelle Beschädigungen des Dateisystems zu erkennen und zu beheben. Danach bootet man das System neu, damit die Überprüfung bei einer Systempartition beginnen kann. Wenn sich das System aufgrund des Fehlers nicht neu starten lässt, führt man über die Wiederherstellungskonsole Chkdsk /r aus.

WARNUNG
Wenn die Systempartition mit FAT16 formatiert wurde und eine Datenträgerbereinigung mit einem MS-DOS-basierten Festplattentool durchgeführt wird, kann es zu Beschädigungen der von Windows verwendeten langen Dateinamen kommen. Daher sollten man Windows-Festplatten nur mit der dazu passenden Chkdisk-Version überprüfen.
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Freitag 9. Januar 2009, 16:09

IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL bzw. 0x0000000A

Diese Stoppnachricht weist daraufhin, dass ein Kernelmodusprozess versucht hat, mit einer zu hohen Interruptanforderung, auf einen Speicherbereich zuzugreifen. Kernelmodusprozesse können nur auf andere Prozesse zugreifen, wenn diese auf gleicher oder niedrigerer IRQ-Ebene liegen (NOT_LESS_OR_EQUAL).
Die Parameter in der Stoppnachricht sind wie folgt definiert:
  • Speicheradresse auf die verwiesen wird
  • IRQ-Ebene
  • Zugriffsart (0 = Lesevorgang; 1 = Schreibvorgang)
  • Adresse, die auf den Speicher in Parameter 1 verwiesen hat
Wenn der erste und der dritte Parameter identisch sind, handelt es sich um einen speziellen Fehler. In diesem Fall sind die vier Parameter:
  • Adresse der Arbeitsroutine
  • IRQ-Ebene
  • Adresse der Arbeitsroutine
  • Adresse des Arbeitsobjekts
Lösen des Problems:
Ein Gerätetreiber, Systemdienst oder das BIOS ist fehlerhaft: Der Fehler tritt gewöhnlich nach der Installation eines fehlerhaften Gerätetreibers, Systemdienstes oder BIOS auf. Jetzt startet man den Computer neu und wartet bis der Bildschirm mit der Aufforderung Problembehandlung und erweiterte Windows-Startoptionen: F8-TASTE drücken erscheint. Dann F8 drücken und dann im Menü Erweiterte Windows-Startoptionen die Option Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration auswählen. Dies ist meist wirkungsvoll, wenn Treiber und Dienste einzeln und nacheinander installiert wurden.

Gerätetreiber, Systemdienst, Virenscanner oder Sicherungstool ist nicht kompatibel: Tritt die Stoppnachricht während eines Windows-Update auf, ist wahrscheinlich ein Gerätetreiber, ein Systemdienst, ein Virenscanner oder ein Sicherungstool nicht kompatibel. Wenn möglich sollten vor einem Update alle Gerätetreiber und Systemdienste von Fremdanbietern entfernt und alle Virenscanner deaktiviert werden. Treiber sollten nach Möglichkeit nacheinander installiert und getestet werden.

Die Ereignisanzeige (Systemprotokoll) gibt eventuell zusätzliche Hinweise auf das verursachende Gerät oder den Treiber.
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Samstag 10. Januar 2009, 17:35

KERNEL_DATA_INPAGE_ERROR bzw. 0x0000007A

Diese Stoppnachricht weist darauf hin, dass die angeforderte Seite mit Kerneldaten aus der Auslagerungsdatei nicht in den Speicher eingelesen werden konnte.
Die in der Stoppnachricht aufgelisteten vier Parameter sind wie folgt definiert:
  • Sperrtyp (Wert 1, 2, 3 oder Adresse des Page Table Entry [PTE-Seitentabelleneintrag])
  • E/A-Statuscode
  • Aktueller Prozess (virtuelle Adresse des Sperrtyps 3 oder PTE)
  • Virtuelle Adresse die nicht in den Speicher eingelesen werden konnte
Lösen des Problems:
Die Stoppnachricht wird von einem fehlerhaften Block (Sektor) in einer Auslagerungsdatei, einem Virus, einem Fehler des Festplattencontrollers oder einem fehlerhaften RAM-Baustein hervorgerufen. In seltenen Fällen wird sie durch erschöpfte nicht ausgelagerte Poolressourcen verursacht.

Viren: Den Computer mit einem aktuellen Virenscanner überprüfen, der auch den MBR (Master Boot Record) der Festplatte durchsucht. Alle Windows-Dateisysteme können mit Viren infiziert werden. Am einfachsten startet man ein Live-Linux mit einem aktuellen Virenscanner und überprüft damit alle Festplatten/Partitionen.

Fehlerhafter Block: Wenn der E/A-Statuscode 0xC000009C oder 0xC000016A ist, weist dies darauf hin, dass die Daten Aufgrund eines fehlerhaften Blocks (Sektor) nicht von der Festplatte gelesen werden konnten. Wird das System wegen dieses Fehlers neu gestartet, wird automatisch Autochk ausgeführt, das versucht, den fehlerhaften Sektor zu finden und ihn für die zukünftige Verwendung zu sperren. Wenn Autochk die Festplatte nicht automatisch nach Fehlern durchsucht, starten man die Überprüfung manuell. Man startet Chkdsk /f /r auf der Systempartition, um stukturelle Beschädigungen des Dateisystems zu erkennen und zu beheben. Danach bootet man das System neu, damit die Überprüfung bei einer Systempartition beginnen kann. Wenn sich das System aufgrund des Fehlers nicht neu starten lässt, führt man über die Wiederherstellungskonsole Chkdsk /r aus.

WARNUNG
Wenn die Systempartition mit FAT16 formatiert wurde und eine Datenträgerbereinigung mit einem MS-DOS-basierten Festplattentool durchgeführt wird, kann es zu Beschädigungen der von Windows verwendeten langen Dateinamen kommen. Daher sollten man Windows-Festplatten nur mit der dazu passenden Chkdisk-Version überprüfen.


Fehlerhafter RAM-Baustein: Eine weitere häufige Ursache dieses Fehlers ist ein fehlerhafter RAM-Baustein.

Ebenfalls sollte man überprüfen das alle Adapterkarten (inklusive Speichermodule) des Computers ordnungsgemäß installiert sind. Dazu reinigt man die Kontakte mit einem geeigneten Mittel. Die gereinigten Kontakte gründlich trocknen lassen (es dürfen keine Reinigungsmittelreste zurückbleiben) und die Adapterkarten anschließend wieder in den Computer einbauen. Wenn möglich, reinigt man die Steckplätze mit Druckluft.

Die Ereignisanzeige (Systemprotokoll) gibt eventuell zusätzliche Hinweise auf das verursachende Gerät.
Wenn alle Maßnahmen nicht zur Behebung des Fehlers führen, muss man die Hauptplatine des Systems von einem Fachmann testen lassen. Ein Riss oder ein Kratzer auf der Hauptplatine kann ebenfalls diesen Fehler auslösen.
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Montag 12. Januar 2009, 18:26

MISMATCHED_HAL bzw. 0x00000079

Diese Stoppnachricht wird angezeigt, wenn Hardware Abstraction Layer (HAL) und Kernel bzw. Computertyp nicht zueinander passen. Dieser Fehler tritt häufig auf, wenn in einem System Konfigurationsdateien von Computern mit einem Prozessor und von Computern mit mehreren Prozessoren vorhanden sind. Dies kann passieren wenn man versucht die Konfiguration manuell auf einen neuen Computer zu übertragen.
Die in der Stoppnachricht aufgelisteten vier Parameter sind wie folgt definiert: Der erste Parameter legt die Gruppe fest.
  • Wenn dieser Parameter 1 ist, tritt ein Konflikt zwischen den Versionsnummern der Processor Control Blocks (PRCBs) auf (d.h. eine Version ist veraltet)
  • Wichtigste PRCB-Ebene von Ntoskrnl.exe
  • PRCB-Hauptversion von Hal.dll
  • 0 (Null)
oder
  • Wenn dieser Parameter 2 ist, tritt ein Konflikt zwischen den Versionen auf
  • Version von Ntoskrnl.exe
  • Version von Hal.dll
  • 0 (Null)
Versionsnummern:
  • 0 = freie, mehrprozessorfähige Version
  • 1 = überprüfte, mehrprozessorfähige Version
  • 2 = freie Version für einen Prozessor
Lösen des Problems:
Die Stoppnachricht kann auftreten, wenn Ntoskrnl.exe oder die Datei Hal.dll manuell aktualisiert wurde. Der Fehler kann auch auf veraltete Versionen dieser beiden Dateien hinweisen. Außerdem ist es möglich das eine mehrprozessorfähige HAL und ein Kernel für einen einzelnen Prozessor (oder umgekehrt) installiert wurde.
Um diesen Fehler zu beheben, starten man den Computer neu. Dazu verwendet man die Installations-CD. Dann ruft man die Wiederherstellungskonsole auf. Mit Hilfe des Befehls Copy kann man die korrekte HAL-Datei (hal.dll) oder die korrekte Kernel-Datei (Ntoskrnl.exe) von der Original-CD in das entsprechende Verzeichnis auf der Festplatte kopieren. Der Befehl Copy überprüft, ob die Datei, die kopiert werden soll, im Microsoft-Format für komprimierte Dateien vorliegt. Ist dies der Fall, wird die kopierte Datei automatisch dekomprimiert. Für diesen Vorgang muss man jedoch die korrekte Dateiendung (exe / dll) mit eingeben.
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Mittwoch 14. Januar 2009, 19:26

NTFS_FILE_SYSTEM bzw. 0x00000024

Diese Stoppnachricht weist darauf hin, dass ein Problem innerhalb der Datei Ntfs.sys (die Treiberdatei, die es ermöglicht, Daten auf NTFS-Laufwerken zu lesen und zu schreiben) aufgetreten ist.
Die in der Stoppnachricht aufgelisteten Parameter sind wie folgt definiert:
  • Quelldatei und Zeilennummer
  • Ein Wert ungleich Null, der die Adresse der Ausnahmestruktur enthält
  • Ein Wert ungleich Null, der die Adresse der Kontextstruktur enthält
  • Ein Wert ungleich Null, der die Adresse angibt, bei der die Ausnahme ursprünglich auftrat
Der erste Parameter enthält die Quelldatei und die Zeilennummer innerhalb der Quelldatei, die die Stoppnachricht ausgelöst hat. Die oberen 16 Bit (die ersten vier HEX-Zahlen nach dem 0x) kennzeichnen die Nummer der Quelldatei. Die unteren 16 Bit (die letzten vier HEX-Zahlen) kennzeichnen die Zeile in der Datei (Quellcode), die die Stoppnachricht ausgelöst hat.

Lösen des Problems:
Festplatte ist beschädigt: Dieser Fehler kann durch Beschädigungen des NTFS-Dateisystems oder beschädigte Blöcke (Sektoren) auf der Festplatte hervorgerufen werden. Sind die EIDE-Treiber beschädigt können ebenfalls keine Daten gelesen bzw. geschrieben werden und es kommt zu dieser Stoppnachricht.
In der Ereignisanzeige kann man nachsehen, ob FASTFAT-Fehlermeldungen (Systemprotokoll) bzw.Autochk-Fehlermeldungen (Anwendungsprotokoll) vorliegen, die einen Hinweis geben können, um welches Gerät oder welchen Treiber es sich handelt. Alle Programme die das System ständig überwachen (Virenscanner, Sicherungsprogramme, Defragmentierungsprogramme usw.) sollten deaktiviert werden um eine Hardwarediagnose durchzuführen. Man startet Chkdsk /f /r auf der Systempartition, um stukturelle Beschädigungen des Dateisystems zu erkennen und zu beheben. Danach bootet man das System neu, damit die Überprüfung bei einer Systempartition beginnen kann. Wenn sich das System aufgrund des Fehlers nicht neu starten lässt, führt man über die Wiederherstellungskonsole Chkdsk /r aus.

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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Freitag 16. Januar 2009, 17:05

PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA bzw. 0x00000050

Diese Stoppnachricht wird angezeigt, wenn angeforderte Daten im Speicher nicht gefunden werden. Dieser Fehler wir erzeugt, da das System in der Auslagerungsdatei nach Daten sucht. Das System stellt jedoch fest, dass sich die fehlenden Daten in einem Speicherbereich der Festplatte befinden, der nicht gelesen werden kann und das eine Wiederherstellung nicht möglich ist. Dieser Fehler kann durch eine fehlerhafte Hardware (z.B. Hauptspeicher), einen fehlenden Systemdienst, Antivirenprogramme oder einen beschädigten NTFS-Datenträger erzeugt werden.
Die in der Stoppnachricht aufgelisteten Parameter sind wie folgt definiert:
  • Virtuelle Adresse die den Fehler verursacht hat
  • Zugriffsart (0 = Lesevorgang; 1 = Schreibvorgang)
  • Wenn ungleich Null, die Befehlsadresse, die auf die Adresse in Parameter 1 verwiesen hat
  • Unklare Information über die Stoppnachricht (interpretiert vom Kernel)
Lösen des Problems:
Fehlerhafte Hardwarekomponente: Die Stoppnachricht tritt gewöhnlich nach der Installation einer fehlerhaften Hardware oder beim Ausfall einer bereits installierten Hardware auf (meist Hauptspeicher, L2-RAM-Cache oder Video-RAM). Wenn das System vor kurzem durch eine neue Hardware ergänzt wurde, entfernen man diese wieder, und beobachtet ob der Fehler erneut auftritt. Wenn eine bereits installierte Hardware ausgefallen ist, entfernt man diese oder tauscht sie aus.

Fehlerhafter Systemdienst: Der Fehler tritt gewöhnlich nach der Installation eines fehlerhaften Systemdienstes auf. Dazu deaktiviert man den Dienst (in der Systemsteuerung -> Verwaltung -> Dienste) und beobachten ob der Fehler erneut auftritt. Sollte dies der Fall sein, erkundigen man sich beim Hersteller der Hardware/Software, ob ein Update für den Systemdienst erhältlich ist. Wenn der Fehler beim Start des Computers auftritt, starten man den Computer neu und wartet bis der Bildschirm mit der Aufforderung Problembehandlung und erweiterte Windows-Startoptionen: F8-TASTE drücken erscheint. Drückt dann F8 und wählt dann im Menü Erweiterte Windows-Startoptionen die Option Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration aus. Dies ist meist wirkungsvoll, wenn Dienste einzeln und nacheinander installiert wurden.

Antivirenprogramm: Das Programm deaktivieren und beobachten Sie, ob der Fehler erneut auftritt. Sollte dies der Fall sein, erkundigen man sich beim Hersteller, ob ein Update erhältlich ist.
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Sonntag 18. Januar 2009, 17:39

STATUS_IMAGE_CHECKSUM_MISMATCH bzw. 0xC0000221

Diese Stoppnachricht weist auf einen beschädigten Treiber oder eine beschädigte System-DLL hin. Gewöhnlich enthält die Stoppnachricht den Namen der beschädigten Datei.

Lösen des Problems:
Um diesen Fehler zu beheben, starten man den Computer neu. Dazu verwendet man die Windows-Installations-CD und startet die Installation. Im Bildschirm Benachrichtigung die EINGABETASTE drücken um den Bildschirm Willkommen bei Setup anzuzeigen. Hier drückt man die Taste R, um die Windows-Installation zu reparieren. Dann drückt man die Taste R, um die Notfallreparaturkonsole aufzurufen, und anschließend F, um die Option Schnelle Reparatur auszuführen.

Wenn sich der Computer im abgesicherten Modus starten lässt, kann man versuchen, das Problem mit Hilfe der Systemdateiprüfung zu beheben. Dazu öffnet man Start -> Ausführen und gibt sfc /scannow ein und drückt dann die EINGABETASTE.

Wenn die Stoppnachricht den Namen einer speziellen Datei enthält, weist das darauf hin, dass diese Datei beschädigt ist. Man kann versuchen sie manuell zu ersetzen. Dazu startet man den Computer neu und warten bis der Bildschirm mit der Aufforderung Problembehandlung und erweiterte Windows-Startoptionen: F8-TASTE drücken erscheint. Hier dann F8 drücken und dann im Menü Erweiterte Windows-Startoptionen die Option Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung auswählen. Anschließend kann man eine aktuelle Version der Datei von der ursprünglichen Quelle auf die Festplatte kopieren. Wenn das System die Datei benötigt, um den Startvorgang im abgesicherten Modus ausführen zu können, muss man den Computer mit Hilfe der Wiederherstellungskonsole starten, um auf die Datei zugreifen zu können.

Hinweis:
Einige eventuell benötigte Dateien befinden sich in der Datei Driver.cab auf der Betriebssystem-CD von Windows oder im Verzeichnis %SystemRoot%\Driver Cache\I386.
%SystemRoot% = Verzeichnispfad zur Windowsinstallation z.B. C:\Windows

Dateien können auch durch Festplattenfehler beschädigt werden. Dazu startet man Chkdsk /f /r, um stukturelle Beschädigungen des Dateisystems zu erkennen und zu beheben. Danach bootet man das System neu, damit die Überprüfung bei einer Systempartition beginnen kann. Wenn sich das System Aufgrund des Fehlers nicht neu starten lässt, führt man Chkdsk /r über die Wiederherstellungskonsole aus.

WARNUNG
Wenn die Systempartition mit FAT16 formatiert wurde und eine Datenträgerbereinigung mit einem MS-DOS-basierten Festplattentool durchgeführt wird, kann es zu Beschädigungen der von Windows verwendeten langen Dateinamen kommen. Daher sollten man Windows-Festplatten nur mit der dazu passenden Chkdisk-Version überprüfen.

Wenn der Fehler unmittelbar nach der Installation eines RAM-Bausteins aufgetreten ist, könnte die Auslagerungsdatei beschädigt bzw. der RAM-Baustein defekt oder inkompatibel sein.
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Re: Einführung in die Windows Stoppfehler

Beitrag von iceWM » Dienstag 20. Januar 2009, 18:29

STATUS_SYSTEM_PROCESS_TERMINATED bzw. 0xC000021A

Diese Stoppnachricht tritt auf, wenn ein Benutzersubsystem - z.B. Winlogon oder das Client/Server Runtime Subsystem (CSRSS) - extrem gefährdet ist und die Sicherheit nicht länger garantiert werden kann. In diesem Fall schaltet das Betriebssystem in den Kernel-Modus und erzeugt diese Stoppnachricht. Da Windows micht ohne Winlogon oder CSRSS laufen kann, ist diese Situation eine der wenigen, in denen der Ausfall eines Benutzermodusdienstes einen Ausfall des gesamten Systems erzeugen kann.
Die in der Stoppnachricht aufgelisteten Parameter sind wie folgt definiert:
  • Statuscode
  • 0 (Null)
  • 0 (Null)
Lösen des Problems:
Gerätetreiber, Systemdienste und Anwendungen von Fremdanbietern: Da die Stoppnachricht in einem Benutzermodusprozess auftritt, liegt die Ursache dieses Fehlers meist in einer Anwendung eines Fremdanbietern. Wenn der Fehler nach der Installation eines neuen oder aktualisierten Gerätetreibers oder Systemdienstes bzw. einer neuen oder aktualisierten Anwendung eines Fremdanbieters auftritt, muss man die neue Software wieder entfernen oder deaktivieren. Es ist empfehlenswert immer nur eine Änderung vorzunehmen und diese zunächst ausgiebig zu testen, bevor man weitere Änderungen vornimmt.
Wenn der Fehler beim Start des Computers auftritt, startet man den Computer neu und wartet bis der Bildschirm mit der Aufforderung Problembehandlung und erweiterte Windows-Startoptionen: F8-TASTE drücken erscheint. Hier dann F8 drücken und dann im Menü Erweiterte Windows-Startoptionen die Option Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration auswählen. Dies ist meist wirkungsvoll, wenn Dienste einzeln und nacheinander installiert werden. Wenn der Fehler durch diese Maßnahme nicht behoben ist, kann man versuchen die Software, die den Konflikt verursacht hat, manuell zu entfernen. Dazu startet man den Computer im abgesicherten Modus neu und benennt die Software um bzw. deinstalliert sie. Wenn das System die Software, die den Konflikt verursacht hat, benötigt, um den Startvorgang im abgesicherten Modus durchführen zu können, muss man den Computer mit Hilfe der Wiederherstellungskonsole starten, um auf die Dateien zugreifen zu können. Wenn man vermuten kann, dass der Konflikt durch eine neu installierte Hardware verursacht wird, entfernen man diese wieder und beobachtet ob der Fehler erneut auftritt.

Systemdateikonflikte: Diese Stoppnachricht kann durch Konflikte zwischen Systemdateien hervorgerufen werden. Wenn man den Computer im abgesicherten Modus starten kann, kann man versuchen, das Problem mit Hilfe der Systemdateiprüfung zu beheben. Dazu öffnet man Start -> Ausführen gibt sfc /scannow ein, und drückt dann die EINGABETASTE.
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